Betriebsgemeinschaft Sieglin Melchior Ehmann
Gründung der Betriebsgemeinschaft war am 01.07.1995 in Ruckhardtshausen.
Es fing mit betriebswirtschaftlichen Vergleichen an, die zeigten,dass die ökonomischen Zwänge der Landwirtschaft eine bedeutende Rolle spielen. Diese betriebswirtschaftliche Beratung führte Herr Grottendieck durch. Zusätzlich gründeten sechs Betriebe eine lockere Beratungsgruppe, die sich mit rein pflanzenbaulichen Themen befasste. Um das nötig Know-How zu bekommen, wurde die N.U. Agrar GmbH als Berater engagiert. So fing man an, untereinander Maschinen zu tauschen und später entstand die erste Kooperation mit den Betrieben Wolfgang Sieglin und Gerhard Melchior. Zwei Jahre später kam Daniel Ehmann mit dem Sülzhof hinzu.
Die Kooperation ist ein eigenständiges Unternehmen, welches den kompletten Ackerbau der Betrieb in eigener Regie führt. Ein weiterer Betriebszweig ist die Legehennenhaltung auf dem Sülzhof. Da Herr Ehmann ein weiteren Betrieb in der Nähe von Stuttgart besitzt, ist auf dem Sülzhof ein Verwalter eingestellt. Dieser kümmert sich um die Legehennenhaltung und hilft im Ackerbau aus.
Jeder der Kooperationspartner bewirtschaftet zusätzlich einen Restbetrieb, der separat zur Kooperation besteht.
Der Kern der Kooperation ist aber der Ackerbau, der heute auf fünf Standorten im Hohenlohekreis und Heilbronner Landkreis Fläche bewirtschaftet. Die Standorte sind Hof Ruckhardtshausen, Schweizerhof, Sülzhof, Schwärzerhof, und Hagenbach.
In der Maschinenausstattung liegt ein wesentlicher Vorteil der Zusammenarbeit. Durch die Verteilung auf mehr Fläche, sind die Maschinenkosten/ha deutlich gesunken. Bei den Hauptarbeiten können die Neigung der einzelnen Partner besser berücksichtigt werden und in die letzten zehn Jahre zeigte die Spezialisierung der einzelnen Partner.
Im Anbau der Gemeinschaft stehen Winterweizen, Zuckerrüben, Körnermais, Ackerbohnen, Winterraps und Stilllegung. Flächenmäßig hat das Getreide mit über 53% die größte Bedeutung. Der größte Teil vom Getreide ist E-Weizen der zum Aufmischen in Mühlen ins Ausland exportiert wird.
Der Anbau erfolgt flach, bodenschonend und schlagkräftig nach dem Prinzip der Mulchsaat. Dabei ist das Ziel Verschlämmungen zu vermeiden und das Bodenleben zufördern. Dabei spielt der Hühnermist als Futter für die Organismen eine große Rolle.
Die Aktuell neu Beschlossenen Reformen machen der Landwirtschaft zurzeit keinen Mut und zwingen die Betriebe zu neuen Sparmaßnahmen. So dass in Zukunft die wirtschaftliche Ausrichtung wieder an neuer Bedeutung gewonnen hat. Die letzten zehn Jahr haben uns gezeigt, dass gutes Fundament gelegt wurde, auf dem man gut Aufbauen kann.