Ferkelstall

Den Ferkelaufzuchtstall von Anjo Sieglin bewirtschaftet die BreKo KG. Die Ferkel kommen von festen Ferkelproduzenten und werden über ein  zugeordnetes Verbandsystem geliefert. Auf diese Weise kommen die aufgezogenen Ferkel auch weiter zu den Abnehmnern/ Schweinemästern. Diese sind ebenfalls zum großen Teil fest zugeordnet.

Stallbau

Der Stall wurde von Januar bis Juli 2010 gebaut und natürlich schon lange vorher geplant. Dabei wurde auf alle Einzelheiten geachtet, damit eine hervorragende Ferkelaufzucht möglich ist. Besonders das Stallklima (Heizung/ Lüftung) ist enorm wichtig für gesunde Ferkel. Die „Sandwichwände“ bestehen daher aus einer Betonaußen- und Innenschale mit einer Styroporplatte zur Dämmung.

Eine kombinierte Ober- und Unterflurabsaugung gewährleistet eine gute Lüftung des Stalles, die über einen Lüftungscomputer gesteuert wird. Innovativ: Für kalte Jahreszeiten wird ein zweifacher Wärmetauscher stallintern zur Reduzierung der Heizkosten verwendet. Die warme Abluft wird über PVC-Rohre abgesaugt, während die kalte Zuluft aus dem Dachraum die Rohre umströmt und sich dabei erwärmt. Bevor die Zuluft über die Klimadecke in die Abteile über die Zuluftlöcher fließt, kann sie sich dort ein zweites Mal erwärmen. In den Intensivabteilen wird eine Ferkelneststrahlungsplatte auf Warmwasserbasis installiert: Ferkelnest- und Raumtemperatur können eigenständig gesteuert werden, die Ferkel suchen sich nach ihrem Bedarf die Umgebung. Der Zwei-Klimastall bietet für die Ferkel ideale Voraussetzungen zur Aufzucht!

 

Reinigung und Desinfektion

Nach jedem Durchgang wird die jeweilige Kammer gereinigt und desinfiziert. Ein Durchgang, d.h. die Zeit in der die Ferkel im Stall sind, beträgt ca. 8-10 Wochen.

Vor jedem Waschgang der Kammer erleichtert die installierte Einweichanlage zusätzlich die Reinigung.

Fütterung

Das Futter gelangt automatisch über Rohrverbindungen zu den Ferkeln direkt in die Futtertröge.

Hierzu werden zwei Synchronanmischbehältern, mit einem Volumen von 300 l, verschiedene Rezepturen nacheinander angemischt. In den ersten zwei Wochen erhalten die „Baby- Ferkel“ spezielles Absetzfutter. Futterreste in den Zuteilungsrohren werden durch Pressluft und Wassernachdruck in den Anmischbehälter zurückgedrängt und werden der nächsten Futterbereitung beigemischt.